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Ein großer Schritt in Richtung Zukunft

Unser NaturFreundeHaus Stimmstamm erhält eine moderne Wärmepumpe

Nach vielen Monaten der Planung, Vorbereitung und Umsetzung ist ein bedeutender Meilenstein für unser NaturFreundeHaus Stimmstamm erreicht: Die alte Heizungsanlage wurde durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt. Damit investieren wir nicht nur in den langfristigen Erhalt unseres Hauses, sondern auch in mehr Nachhaltigkeit, Versorgungssicherheit und Komfort für unsere Gäste.

Unser Hausreferent Sebastian Stockhaus neben dem Außengerät der neuen Heizungsanlage (Quelle: Michael Post)

Warum eine neue Heizung?

Über viele Jahrzehnte wurde unser NaturFreundeHaus mit einer rund 40 Jahre alten Flüssiggasheizung beheizt. In den vergangenen Jahren wurde die Anlage jedoch zunehmend störanfällig und arbeitete immer unzuverlässiger. Gerade bei der Beherbergung von Gästen war eine sichere Wärmeversorgung nicht mehr dauerhaft gewährleistet.

Hinzu kamen die stark gestiegenen Energiekosten infolge des Krieges in der Ukraine. Der Betrieb mit Flüssiggas wurde zunehmend unwirtschaftlich, sodass feststand: Eine zukunftsfähige Lösung musste gefunden werden.

Gleichzeitig wollten wir die Gelegenheit nutzen, unsere Heizungsanlage zu modernisieren. Da unser NaturFreundeHaus in Meschede liegt und vom Ortsverein in Bochum-Langendreer betreut wird, ist eine regelmäßige Vor-Ort-Kontrolle mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden. Deshalb war es uns wichtig, künftig eine smarte Steuerung und Fernüberwachung der Heizungsanlage zu ermöglichen. So kann das Haus bedarfsgerecht beheizt werden: effizient, ressourcenschonend und komfortabel.

Gemeinsam die beste Lösung finden

Die Entscheidung für eine Wärmepumpe fiel nicht über Nacht. Unser Vorsitzender Michael Post sowie die Vorstandsmitglieder Helge Ehrhardt und Stefan Hiltawsky haben das Projekt mit großem persönlichen Engagement begleitet und viele Stunden in Planung, Abstimmung und Organisation investiert.

Um das Thema transparent zu begleiten und Mitglieder sowie Interessierte einzubeziehen, veranstalteten wir gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Informationsabende in unserem NaturFreundeZentrum. Dabei wurden verschiedene Möglichkeiten der zukünftigen Wärmeversorgung vorgestellt und diskutiert.

Die besonderen Rahmenbedingungen unseres Hauses spielten bei der Entscheidung eine wichtige Rolle. Das NaturFreundeHaus liegt mitten im Wald und verfügt lediglich über Strom, eine Telefonleitung sowie eine einfach befestigte Zufahrtsstraße. Da das Haus nicht dauerhaft besetzt ist, kamen Heizsysteme mit einem hohen Wartungs- oder Betreuungsaufwand, beispielsweise eine Pelletheizung, für uns nicht infrage.

Als NaturFreunde war außerdem von Anfang an klar, dass wir uns langfristig von fossilen Energieträgern verabschieden möchten. Unter Berücksichtigung aller technischen, wirtschaftlichen und ökologischen Aspekte erwies sich die Wärmepumpe als die sinnvollste und nachhaltigste Lösung.

Die Umsetzung

In der letzten Juniwoche wurde die neue Heizungsanlage eingebaut. Die Arbeiten übernahm die Firma Fuchte aus Meschede, die unser NaturFreundeHaus bereits seit vielen Jahrzehnten zuverlässig betreut.

Installiert wurde eine moderne 16-kW-Wärmepumpe von Samsung, die mit dem natürlichen Kältemittel R290 arbeitet. Neben der alten Heizungsanlage wurden auch die meisten Heizkörper im Haus erneuert.

Die Vorarbeiten übernahmen zahlreiche engagierte Vereinsmitglieder in Eigenleistung. Durch ihren Einsatz konnten wichtige Vorbereitungen getroffen werden, bevor die Fachfirma die neue Anlage fachgerecht installierte. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar.

Pufferspeicher mit 300l Fassungsvermögen (Quelle: Fa. Fuchte)

Parallel dazu wurde eine neue Internetverbindung eingerichtet. Sie bildet die Grundlage für die zukünftige smarte Steuerung der Heizungsanlage. In den kommenden Wochen werden zusätzlich intelligente Thermostate installiert, damit die Räume nur dann beheizt werden, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Das spart Energie und erhöht gleichzeitig den Komfort für unsere Gäste.

Derzeit stehen noch abschließende Arbeiten an der elektrischen Anbindung aus. Diese können erst erfolgen, sobald alle technischen Voraussetzungen zwischen Netzbetreiber und ausführendem Elektrofachbetrieb abschließend abgestimmt sind. Wir sind zuversichtlich, dass diese letzten Schritte zeitnah umgesetzt werden können, sodass die neue Heizungsanlage rechtzeitig zur Herbstsaison vollständig in Betrieb gehen kann.

Eine Investition in die Zukunft

Die Finanzierung dieses Projekts stellt unseren Verein vor große Herausforderungen. Wir sind auf Fördermittel, unter anderem des Landesjugendamtes sowie der KfW, angewiesen und freuen uns über jede weitere Unterstützung.

Die neue Wärmepumpe ist dabei nur ein Baustein einer ganzen Reihe wichtiger Investitionen in den Erhalt unseres NaturFreundeHauses. Bereits in den vergangenen Jahren wurden unter anderem die Frischwasseraufbereitungsanlage instand gesetzt sowie die Brandmeldeanlage modernisiert. Als nächstes steht die Erweiterung der Entwässerung an, ebenfalls ein Projekt mit erheblichen Kosten.

Elektrische Steuerung (nicht fertig) für die Wärmepumpe (Quelle: Fa. Fuchte)

Trotz dieser finanziellen Herausforderungen investieren wir bewusst in die Zukunft unseres Hauses. Unser Ziel ist es, den CO₂-Fußabdruck des NaturFreundeHauses Schritt für Schritt weiter zu reduzieren. Langfristig möchten wir vollständig auf Flüssiggas verzichten. Auch die beiden noch vorhandenen Warmwasserthermen sollen perspektivisch ersetzt werden.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Unser NaturFreundeHaus Stimmstamm lebt vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder und von der Unterstützung vieler Menschen, die unser Haus schätzen. Ohne die zahlreichen Helferinnen und Helfer wäre ein Projekt dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Wenn auch Sie den Erhalt unseres NaturFreundeHauses unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende, eine Buchung unseres Hauses oder Ihr Engagement als Mitglied. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass das NaturFreundeHaus Stimmstamm auch in Zukunft ein Ort der Begegnung, der Naturverbundenheit und der Gemeinschaft bleibt.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten, Unterstützern und Förderern, die dieses wichtige Projekt möglich gemacht haben.